Haben Sie diesen Satz schon mal gehört? Wohl eher nicht. Vielleicht aber „Chef, diesen Job kann ich nicht auch noch machen, ich mach eh jeden Tag Überstunden.“

In unserem privaten Umfeld merken wir sehr schnell, wenn uns unsere täglichen Aufgaben über den Kopf wachsen. Das Jonglieren zwischen Haushalt, Job, Kindern, Partnerschafts- und Freundschaftspflege ist eine fein ausbalancierte, anspruchsvolle Übung. Und wenn die Balance nicht mehr stimmt und uns alles zu viel wird, holen wir uns eine Haushaltshilfe.

Die zu-viel-Falle

Im Job ist das ähnlich: Ob Chef oder Mitarbeiter – jeder hat seine routinierten Aufgaben, die im Normalfall den Arbeitstag füllen. Hinzu kommen Sonderaufgaben, wie die monatliche Vorbereitung der Buchhaltung oder die Vertretung eines Kollegen bzw. einer Kollegin, die den wohlverdienten Urlaub genießt. Auch das klappt. Nur die Lösung für das zu-viel-Szenario ist im Job nicht ganz so einfach wie im Privatleben. Die Folge: Entweder leiden die Mitarbeiter oder das Unternehmen nimmt Schaden. Im schlimmsten Fall passiert beides.

In vielen kleinen und mittelständischen Betrieben bleibt zum Beispiel wenig Zeit, sich um die überfällige Aktualisierung der Website oder die qualifizierte Beantwortung von Google-Rezensionen zu kümmern. Auch Marketingmaßnahmen in klassischen Printmedien, wie das Gestalten und Schalten einer Anzeige werfen die Wochenplanung mitunter völlig durcheinander. Weil einfach keine Zeit bleibt, gibt es auch keine PR-Berichte, Blogartikel oder Social-Media-Beiträge.

Dabei ist für jedes Unternehmen essenziell, seine Produkte bzw. Leistungen kontinuierlich professionell zu vermarkten und erfolgreich abgeschlossene Projekte öffentlichkeitswirksam zu kommunizieren. Doch wer soll’s machen?

Szenario 1: Der neue Mitarbeiter

Sie schalten eine Stellenanzeige, in der Sie einen Mitarbeiter für Marketingaufgaben (m/w/d) suchen. Nach sorgfältigem Studium der eingegangenen Bewerbungen und diversen Vorstellungsgesprächen haben Sie Ihren Wunschkandidaten gefunden. Er/sie scheint perfekt für den Job und Ihr Unternehmen geeignet zu sein. Doch leider kann er/sie erst in drei Monaten starten und muss dann natürlich erst noch eingearbeitet werden. Keine Frage: Ein guter neuer Mitarbeiter kann Gold wert sein, aber eine schnelle Lösung sieht anders aus.

Szenario 2: Die 400€-Kraft

Wenn die Menge der zu verteilenden Aufgaben eher überschaubar ist und Sie eigentlich nur sporadisch besagte Webseitenpflege, eine hübsche Anzeige oder eine Fahrzeugbeklebung brauchen, reicht doch eine 400€-Kraft – oder? Grundsätzlich ja. Doch welche Mitarbeiter werden Sie auf dieser Basis bekommen? Die Spezialisten und die professionellen Allrounder sitzen in gut bezahlten Jobs in großen Unternehmen oder in namhaften Agenturen mit viel Freiraum für Kreativität. Wer von denen wird zusätzlich einen 400€-Job annehmen, bei dem er tagsüber greifbar und einsatzbereit sein muss?

Szenario 3: Der Kumpel des Neffen

Diese Idee sieht aus wie eine einfache und schnelle Lösung, bereitet Ihnen aber vermutlich schon von Anfang an Bauchschmerzen. Der Kumpel Ihres Neffen (o.ä.) sucht zufällig gerade einen Job und kennt sich mit Photoshop aus – hat man Ihnen erzählt. Wenn Sie das dem Medien- oder Marketing-Profi in Ihrem Betrieb erzählen, werden Sie dessen Nackenhaaren beim Aufrichten zusehen können. Denn Themen wie Corporate Design, Unternehmenskommunikation und strategisches Denken sind in einer Photoshop-Lizenz nicht inkludiert. Dazu braucht es eine solide Ausbildung, ein geschultes Auge und viel praktische Berufserfahrung. Wenn der Kumpel des Neffen die hat – gerne. Wenn nicht, siehe Szenario 4.

Szenario 4: Der Freelancer

Sind Sie der Meinung, dass Freelancer nur was für Agenturen und Großunternehmen sind, sollten Sie – mit Verlaub – Ihre Meinung schleunigst ändern. Die flexiblen Externen sind vielmehr dazu da, um Unternehmen unabhängig von ihrer Art und Größe professionell zu unterstützen, wenn die eigenen Kapazitäten nicht reichen.

Freelancer (freie Mitarbeiter, Freiberufler) bringen Ihnen folgende Vorteile:

  • Qualifiziert: Erfahrene Profis mit Fachkenntnissen in den Bereichen Text, Gestaltung oder Online-Marketing heben die Kommunikation Ihrer Firma auf ein neues Level.
  • Auf Abruf buchbar: Sommerloch oder Winterpause? Kein Problem, denn Freiberufler bezahlen Sie nach Bedarf. Und wenn es nichts zu tun gibt, buchen Sie niemanden, was Sie naturgemäß dann auch nichts kostet.
  • Preislich attraktiv: Sie finden Freelancer teuer? Dann addieren Sie mal Lohnnebenkosten sowie die Kosten für Urlaub, Krankheit, Auftragsflauten und Betreiben eines Arbeitsplatzes zusammen. Diese Kosten fallen bei einem Freelancer nicht Zudem können Sie dessen Rechnungen als Betriebskosten geltend machen. Allein die Künstlersozialkasse muss ggf. zusätzlich zum Honorar berücksichtigt werden. Aber die macht den sprichwörtlichen Braten nicht fett.
  • Spitze für Spitzen: Sollten Sie sich für eine interne Lösung entschieden haben, kann ein Freelancer Sie zusätzlich unterstützen. Somit entlasten und schützen Sie Ihr Team vor Überstunden und Überarbeitung – Themen, auf das die nachwachsende Arbeitnehmergeneration ein besonderes aufmerksames Auge hat (Stichwort „Quality Time“). Fragen Sie Arbeitgeber in Berlin, falls Sie dort nicht selbst ansässig sind.
  • Der frische Blick: Ein externer Mitarbeiter hilft Ihnen über den bekannten Tellerrand hinauszublicken. Sie werden sich erst wundern und dann freuen, wie spannend neue Ideen und Wege sein können – und wie erfolgreich für Ihren Betrieb.
  • Schneller Start: Freelancer sind es gewohnt, sich schnell auf neue Aufgaben einzustellen und in neue Themen einzuarbeiten. Eine Einarbeitung dauert bei ihnen allenfalls Tage, keinesfalls Wochen. Und weil ein Freelancer sein eigenes Equipment nutzt, muss er/sie nicht auf Ihre Systeme geschult werden.
  • Platzsparend: Für einen Freelancer benötigen Sie keinen festen Arbeitsplatz. Dass Ihr freier Mitarbeiter nicht in Ihrem Betrieb vor Ort sitzt, merken Ihre Kunden oder Geschäftspartner heute nicht mehr. Telefonieren über die Mobilfunknummer ist längst Alltag und verschlüsselte Zugänge erlauben eine eigene Firmen-Mailadresse und den (selektiven) Zugriff auf von Ihnen freigegebene Arbeitsdokumente.
  • Extern und doch intern: Ein Freelancer kann sich anfühlen wie ein echtes Teammitglied. Nach langjähriger Zusammenarbeit kennt man sich gegenseitig bestens und weiß, was der andere kann bzw. wünscht. Startet man miteinander, sorgt eine Vertraulichkeitsvereinbarung für Sicherheit und – wie der Name schon sagt – Vertrauen.

Und nun verrate ich Ihnen ein Geheimnis: Ihr Freelancer ist nur einen Klick entfernt.